[vc_row][vc_column width=“1/1″][heading header_type=“h2″]Wie gehst du mit dem Drang deiner Katze nach Freiheit um?[/heading][vc_column_text]

Bist du dir noch unsicher, ob du deine Samtpfote ohne Risiko nach draußen gehen lassen kannst, ohne dass ihr etwas im Verkehr zustößt, sie wegläuft oder in einen Revierkampf mit einem anderen Kater verwickelt wird? Die Erfahrung mit meinen eigenen Tieren sowie den Haustieren meiner Klienten hat mir gezeigt: Egal welchen Typ Katze du zu Hause hast: Diese Frage hat nicht nur mit deiner Fellnase selbst, sondern auch eine Menge mit dir und deiner Lebenseinstellung zu tun! Denn in den meisten Fällen stecken hinter dieser Problematik bei Katzenhaltern Themen wie Kontrolle, Verlustängste und mangelndes Vertrauen, ein Risiko einzugehen. Ich möchte dir heute zeigen, was du tun kannst, um dir selbst bei der Entscheidung Hauskatze oder Streuner den inneren Druck zu nehmen.

[/vc_column_text][divider][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][heading header_type=“h3″ header_weight=“bold“]Deine Angst, deine Entscheidung[/heading][vc_column_text]

Katze TierkommunikationSicherlich ist es nicht immer einfach, die eigenen Ängste auf der einen Seite mit den Bedürfnissen und dem Freiheitsdrang deines Tieres auf der anderen Seite unter einen Hut zu bringen. Katzen haben nun einmal ihren ganz eigenen Charakter. Man sagt, sie seien generell weniger auf ihre Menschen fixiert als Hunde. Ich würde sagen, sie sind durchaus unabhängiger, haben aber nicht unbedingt eine weniger enge Beziehung zu ihren „Dosenöffnern“. Ich hatte es auch schon mit Schnurrern zu tun, die um ihren Besitzer trauerten, wenn dieser beispielsweise längere Zeit im Krankenhaus war. Viele Freigänger lieben die Möglichkeit, sich draußen im Garten als wilde „Raubkatze“ eine Maus fangen zu können und abends auf dem Schoß ihres Zweibeiners sanft zu schnurren. Sie kehren immer wieder freiwillig heim und sind dankbar, ihre Triebe in der Freiheit ausleben zu können.

Wie also die zwei Seiten deines Begleiters in Einklang bringen? Rein praktisch betrachtet gibt es da ganz unterschiedliche Möglichkeiten: Die Haltung als reines Haustier mit einen Balkon zum Frische-Luft-Schnappen, gesicherten Gang nach draußen (z.B. im Garten mit Katzennetz), Auslauf mit deiner Begleitung (z.B. an der Leine, wenn die Katze dies freiwillig mitmacht), Freigang für die Hauskatze nur tagsüber oder gar unbegrenzt mit Katzenklappe.

Was davon für euch ideal ist, musst du selbst gründlich abwägen. Diese Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen, ist sie doch im Einzelfall von ganz vielen Faktoren abhängig. Zu beachten ist u.a.: Gibt es in der Gegend Gefahren, die größer sind als das artgerechte Bedürfnis der Samtpfote nach Freiheit? Problematisch können etwa vielbefahrene Straßen sein, da Katzen die schnelle Bewegung der Autos im Verkehr nicht immer richtig einschätzen können. Auch Faktoren wie Katzenfänger, giftige Pflanzen außer Garten oder Parasiten sind leider zu beachten.

Die Wohnungshaltung ist in der Regel für die Katze angenehmer, wenn ein Spielkamerad dabei ist und es viel Abwechslung gibt, wie einen guten Ausguck auf dem Fensterbrett, genug Beschäftigung, verschiedene Liegemöglichkeiten usw. . Doch auch hier gibt es natürlich je Tier ganz unterschiedliche Vorlieben. Kannst du den Charakter deines tierischen Freundes gut einschätzen? Beobachte einmal, ob es deine Fellnase immer wieder nach draußen zieht oder sie doch eher der ängstliche Typ ist.

Ganz egal wie du dich entscheidest: Es ist vor allem wichtig, dass du in Frieden mit deiner Entscheidung bist und auch erst einmal dabei bleibst, ohne ständig daran zu zweifeln. Denn genau diese Angst spüren die Haustiere und sind dann ebenfalls verunsichert. Meine Erfahrung sagt mir sogar, dass Katzen, die aus nachvollziehbaren Gründen nur in der Wohnung (und dort so artgerecht wie möglich) gehalten werden, glücklicher sind als Freigänger, wenn ihre Menschen zu dieser Entscheidung stehen und sich nicht ständig Gedanken machen, ob es so richtig ist. Die perfekte Lösung gibt es in den seltensten Fällen. Selbst, wenn dein Tier in die Freiheit möchte und die Voraussetzungen dafür bei dir fantastisch sind, kann es immer noch sein, dass ihm dort etwas zustößt. Und wärst du in der Lage, das Risiko in der Freiheit überhaupt zu verhindern? Es könnte genauso gut sein, dass deiner Hauskatze in der Wohnung etwas zustößt oder einer tödlichen Krankheit erleidet. Hierüber hat man leider keine hundertprozentige Kontrolle.

[/vc_column_text][divider][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][heading header_type=“h3″ header_weight=“bold“]Kontrollierst du deine Katze?[/heading][vc_column_text]

Und da wären wir schon beim nächsten Punkt: Kontrolle! Es steht einfach nicht in deiner Macht, was drinnen oder draußen im Garten mit deinem geliebten Tier passieren wird. Wenn eine Katze wirklich den Drang hat, raus zu gehen, dann wird sie ihren Weg dorthin irgendwie finden – egal wie viel Angst man um sie hat. Das haben mir auch meine beiden Kater vermittelt, als ich umzog und mir anfangs nicht sicher war, ob ich sie wirklich ruhigen Gewissens ganz frei laufen lassen kann. Sie sagten mir, dass wenn ich sie einsperre, sie sich ohnehin irgendwann davon stehlen würden – vor allem dann, wenn ich es mit aller Macht verhindern möchte! Verbotene Früchte sind manchmal einfach unwiderstehlich, erst recht, wenn man so ein großes Thema daraus macht.  Ich musste also lernen, umzudenken und meine Kontrolle nach und nach lockerer lassen. Inzwischen habe ich starkes Vertrauen in meine beiden Gefährten entwickelt.

Bist du jemand, der Situationen gern kontrolliert? Wenn ja, frag dich einmal, was du fühlen müsstest, wenn du diese Kontrolle aufgeben würdest. Es kann sein, dass dabei einige Ängste hochkommen, doch sie wollen angesehen und angenommen werden. Wenn du weiterhin versuchst, sie zu ignorieren, werden sie unter Umständen sogar noch größer und beherrschen dich ernsthaft. Falls du einen Freigänger hast, der nicht immer heim kommt, wenn du es dir wünschst, probiere einmal, was geschieht, wenn du innerlich loslässt und darauf vertraust, dass er schon rechtzeitig zurück sein wird. Meist ist es so, dass die Katze genau dann heim kommt, wenn man es aufgibt, sie kontrollieren zu wollen. Traue deinem Vierbeiner mehr zu, dann wird er auch dir mehr vertrauen!

[/vc_column_text][divider][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][heading header_type=“h3″ header_weight=“bold“]Kommuniziere mit deiner Katze![/heading][vc_column_text]Katze Liebe

Außer deine Angst zu überwinden kannst du noch etwas Weiteres tun: Vertiefe die Beziehung zu deiner Samtpfote und versuche dich in sie hineinzuversetzen. Das wird die Kommunikation zwischen euch erleichtern und euch größeres gegenseitiges Verständnis bringen. Du kannst sie im Anschluss mental darauf vorbereiten, dass es draußen das Risiko im Verkehr wie befahrene Straßen gibt, von denen sie sich besser fernhält (Die Anleitung findest du in meinem Artikel „So machst du deinem Tier klar, was du wirklich willst“). Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass deine Katze deinen Anweisungen folgen wird. Ich hatte mit Fellnasen bereits öfter genau dieses Thema und die meisten Haustiere gaben mir zu verstehen, dass sie andere Maßstäbe dafür haben, was Gefahr z.B. im Verkehr bedeutet und was nicht. Es ist ihnen wichtiger, ihr Leben jetzt im vollen Maße zu genießen, auch auf das Risiko hin, dass es dann ein kürzeres Leben ist als wenn sie nur zu Hause auf dem Sofa liegen. Diese Weltsicht ist für uns Menschen vielleicht fremd, doch kann sie uns auch beibringen, unser eigenes Leben mehr im Jetzt zu genießen, statt uns zu viel Sorgen zu machen, was morgen kommt.

Natürlich ist es einfacher, du gewöhnst deine Haustiere schon früh an gewisse Signale, die bedeuten, jetzt wieder heimzukehren bzw. sich nicht so weit zu entfernen. Kitten lernen schneller als ausgewachsene Stubentiger und in neuen Situationen (etwa nach einem Umzug oder wenn die Katze neu bei dir ist) sind sie meist aufnahmefähiger und passen sich dem Menschen leichter an. Wenn der Freigang für deine Samtpfote also neu ist, kannst du sie ganz langsam daran gewöhnen. Nachdem sie sich bei dir eingelebt hat und ihr Zuhause als Rückzugsort sieht, lasse die Hauskatze anfangs nur kurz raus und rufe sie immer wieder zwischendurch zurück. Wenn dein tierischer Freund wieder zu dir kommt, lobe ihn und sei liebevoll. Viele Katzen spüren es, wenn wir in Liebe an sie denken und kommen dann auch schneller von alleine wieder heim. Leckerlis können hierbei Wunder bewirken, denn alle Haustiere werden gern belohnt. Kontrolle hat somit keine Chance mehr!

Das Allerwichtigste bei der ganzen Sache ist wohl: Genieße einfach die Zeit, die du mit deinem Haustier hast! Nichts ist selbstverständlich und alles kann sich schnell verändern, ganz gleich ob mit einem Stubentiger oder einem Freigänger. Sei dankbar für diese wundervolle Freundschaft zwischen euch und zeige es deiner Fellnase!

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