7 Missverständnisse in Bezug auf Tierkommunikation

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Mit diesen Mythen in Bezug auf dein Tier kannst du aufräumen

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Mein Anliegen ist es, Menschen zu vermitteln, dass die Tierkommunikation oder intuitive Kommunikation etwas ganz Natürliches ist, das jeder im Alltag mit seinem Tier bereits täglich tut. Häufig sind Tierhalter sich nur nicht bewusst darüber, welche Signale sie ihren tierischen Begleitern senden und was diese ihnen mit einem bestimmten Verhalten mitteilen möchten.

In diesen Fällen kann eine Kontaktaufnahme mit deinem Tier durch einen Tierkommunikator hilfreich sein. Er hilft, die Kommunikation zwischen Mensch und Tier „sichtbar“ zu machen und Missverständnisse aufzuklären.

Doch leider gibt es nicht nur zwischen Mensch und Tier einige Missverständnisse, sondern auch im Hinblick auf die Tierkommunikation selbst. In diesem Artikel habe ich dir die häufigsten Irrtümer inkl. ihrer Aufklärung zusammengetragen, damit du fortan nicht mehr in diese Fallen tappst:

Katze Missverständnisse1. Dein Tier spiegelt dir alles

Ja, Haustiere bekommen eine Menge mit und sie passen sich uns gerne an. Wenn du beim Austritt unsicher bist, ist es dein Pferd vielleicht auch. Wenn du frustriert bist, kann es sein, dass deine Katze diesen Frust für dich rauslässt, indem sie z.B. in die Wohnung pinkelt. Einige Tiere bekommen sogar die gleiche Krankheit wie ihre Menschen. Man hört dann oft: „Das Tier hat seinem Menschen diese Krankheit abgenommen“.

Doch es ist nicht so, dass Tiere nichts anderes zu tun haben, als uns „wie ein Papagei“ nachzuahmen oder uns all unsere Krankheiten „abzunehmen“. Wenn man jedes Verhalten seines Tiers in die Kategorie „Mein Haustier spiegelt mich“ steckt, interpretiert man unter Umständen Dinge hinein, die so nicht stimmen. So haben manche Tierhalter tatsächlich Schuldgefühle, wenn ihre Begleiter sterben, weil sie denken, dass die Tiere zu viel von ihnen „weggenommen“ haben und deshalb gehen mussten.

Tatsächlich ist es so, dass wir Menschen uns oft unbewusst Freundschaften suchen, die uns ähnlich sind – ganz gleich, ob es sich dabei um menschliche oder tierische Freunde handelt. Tieren geht es da nicht anders und so tapst manch ein Welpe oder Tierheimtier zielstrebig auf die Menschen zu, die scheinbar zu ihm passen und von denen es gerne „adoptiert“ werden möchte. Es finden sich also häufig Mensch-Tier-Paare, die ohnehin schon von vorneherein ähnliche Anlagen haben.

Davon abgesehen verhalten sich Tiere auch oft einfach aus sich heraus auf eine bestimmte Art und Weise. Auch sie können (innere und äußere) Wunden aus der Vergangenheit haben, die sie noch stark prägen. Und auch sie haben ihre ganz eigenen Bedürfnisse, die wir nur erst einmal lesen lernen müssen.

2. Tiere sind nachtragend

Manchmal haben meine Klienten ein schlechtes Gewissen für etwas, das in der Vergangenheit mit dem Tier passiert ist. Ein Beispiel hierfür: Ein Welpe bzw. Junges wurde zu früh von seiner Mutter getrennt, weil die Menschen es damals einfach nicht besser wussten. Das Tier hat in seinem restlichen Leben auf unerklärliche Weise in bestimmten Situationen immer wieder Angst vor Menschen. In diesen Situationen werden sogenannte „Trigger“ für das Tier gesetzt. Das bedeutet, dass irgendetwas geschieht, das das Tier an die damalige Situation erinnert, die es nicht verarbeiten konnte. Das kann z.B. bei einem Kaninchen das Greifen und Hochheben durch die „gefährlichen“ Menschenhände sein.

Sobald die Menschen verstehen, was das Tier erlebt hat und warum es jetzt in bestimmten Situationen daran erinnert wird, tut es ihnen verständlicherweise oft unendlich leid. Viele denken dann, dass das Tier ihnen noch aktiv böse ist und ihnen diese Situation nicht verzeihen kann. Zusätzlich zu dem Mitgefühl für ihr Tier kommt oft also ein Schuldgefühl, das meist eher lähmend wirkt und niemandem wirklich hilft.

Meine Erfahrung ist, dass Tiere nicht nachtragend sind und auch nicht aktiv über Dinge in der Vergangenheit nachdenken. Vielmehr ist die Erinnerung tief in ihnen abgespeichert, vielleicht auch gepaart mit Misstrauen bestimmten Menschen oder Geräuschen gegenüber. Doch sind sie weder beleidigt noch auf „Rache“ oder „Vergeltung“ aus. Es genügt, dem Tier die damalige Situation so gut wie möglich zu erklären, damit es sich in Zukunft besser entspannen kann.

 

Katze Tierkomunikation Missverständnisse3. Dein Tier will dich belehren

Im Umgang mit unseren Tieren können wir eine Menge über uns selbst und unsere Wirkung nach außen lernen. Wie ernst nimmst du es z.B. mit deinen Zielen? Kannst du entschlossen „Nein“ sagen und klare Grenze setzen, wenn nötig?

Das Feedback von deinem Tier kann dir ganz ehrlich zeigen, ob du das, was du bereits weißt, auch lebst. Zum Beispiel, wenn du weißt, dass du dich mehr entspannen solltest, damit auch dein Tier gelassener ist und du denkst „Jetzt bin ich doch super entspannt“, doch dein Tier ist immer noch nervös und vertraut dir nicht. Diese Momente können manchmal richtig frustrierend sein, weil wir Menschen das Gefühl haben, jetzt schon ganz viel an uns „gearbeitet“ zu haben, doch die Tiere reagieren dennoch nicht darauf. Es kann dann sein, dass unsere Vierbeiner uns so vorkommen, als wollten sie uns belehren oder uns eine Lektion erteilen.

Auch das ist wieder eine Überinterpretation, vielleicht sogar Vermenschlichung. Es ist ganz einfach so, dass sich eine Ausstrahlung nicht von jetzt auf gleich verändert. Manchmal dauert es etwas, bis wir neue Dinge so weit in unser Leben integriert haben, dass auch unser Umfeld diese Veränderung in und an uns bemerkt. Die neue Ausstrahlung muss erst „stabil“ sein.

Nimm es also nicht persönlich, wenn dein Tier nicht sofort auf deine neuen Impulse reagiert und lass dich nicht entmutigen. Manche Dinge brauchen eben etwas mehr Geduld.

4. Dein Tier weiß alles

Wenn man eine Tierkommunikation durchführen lässt, sollte man sich immer im Klaren darüber sein, dass dies wie ein Interview ist. Das Tier wird zu seiner individuellen Sicht auf die Dinge befragt. Es kann also nur auf die Fragen antworten, die es auch beantworten möchte und deren Antwort es kennt.

Ein krankes Tier, das bald sterben wird, kann dies vielleicht schon spüren und mitteilen. Aber auch Tiere kennen den genauen Zeitpunkt ihres Todes nicht und sind nicht allwissend. Bitte habe Verständnis, dass man in manchen Fragen einfach keine präziseren Antworten bekommt – entweder, weil das Tier es nicht sagen möchte oder nicht kann. So möchten manche Tiere keine genauen Aussagen über ihren tatsächlichen gesundheitlichen Zustand machen, weil sie bereits wissen, dass sich ihre Menschen dann nur wieder sorgen würden.

 

5. Eine Tierkommunikation deckt all deine Geheimnisse auf

Ein weiterer Mythos ist, dass der Tierkommunikator durch eine Kommunikation alle intimen Details über dich und dein Tier herausfinden bzw. das Tier ihm sie verraten könnte. Oftmals tauchen an dieser Stelle Ängste der Tierhalter auf, in der Tierhaltung etwas falsch zu machen oder bei irgendetwas anderem „ertappt“ zu werden.

Das ist aber vollkommen unbegründet. Zum einen ist keinem Tierkommunikator daran gelegen, in der Privatsphäre der Menschen herumzustochern oder weiter als das zu gehen, wofür er beauftragt wurde. Zum anderen kommen von den Tieren in der Regel nur die Informationen, die gerade wichtig und dienlich sind. Manche Dinge erklären sie dem Tierkommunikator gar nicht näher, sondern machen Andeutungen, die nur ihr Mensch versteht. Für ihn allein sind die Botschaften ja schließlich auch gedacht.

Tierkommunikation Pferd Missverständnisse6. Tierkommunikation ist ein Wundermittel

Wenn Menschen ein Problem haben, suchen sie gern nach Wundermitteln, mit deren Hilfe das Problem sofort behoben werden kann. Doch meist läuft das so im Leben nicht. Entwicklung ist ein Prozess – auch mit unseren Tieren.

Tierkommunikation hilft, Erkenntnisse zu bekommen, die dann aber im Alltag erst einmal Schritt für Schritt umgesetzt werden wollen. Sie ersetzt kein Tiertraining oder eine Behandlung durch einen Arzt, da es hier (wie oben beschrieben) um eine Art Interview mit dem Tier geht. Oft kann sich nach einer Sitzung schon einiges verändern, da der Mensch sein Tier mit anderen Augen betrachtet und somit beide anders aufeinander reagieren. Doch eine Garantie dafür gibt es nicht.

Idealerweise nimmt ein Tierkommunikator dich nach dem Gespräch mit deinem Tier an die Hand und erarbeitet mit dir mögliche nächste Schritte. Ich habe mein Tierhaltercoaching z.B. genau deshalb entwickelt: Um Menschen zu helfen, im Alltag selbst bewusst mit ihrem Tier zu kommunizieren und ihre Ängste, Zweifel oder Stress Schritt für Schritt abzubauen. Erst diese kleinen, regelmäßigen Schritte bringen oft einen nachhaltigen Erfolg für Mensch und Tier.

 

7. Es ist egal, zu welchem Tierkommunikator du gehst

Tierkommunikator ist nicht gleich Tierkommunikator! Auch wenn die Grundtechnik im Prinzip immer gleich ist, entwickelt doch jeder mit der Zeit seine ganz persönliche Art. Es ist wie mit jeder Fähigkeit und jedem „Handwerk“. Wenn du ein Brot kaufst, schmeckt es auch nicht in jeder Bäckerei gleich. Vielleicht hast du sogar eine Glutenunverträglichkeit oder du hast dich entschieden, nur noch bio zu kaufen und kannst deshalb nur in eine Spezialbäckerei gehen.

Es gibt auch bei Tierkommunikatoren verschiedene Schwerpunkte und Spezialitäten. Manche sind sehr gut darin, sich in den Körper eines Tiers einzufühlen und herauszufinden, ob der Hund lieber das rote oder das blaue Bällchen zum Spielen haben möchte. Andere wiederum (wie ich selbst) sind gut darin, seelische Themen sowie Details über die Beziehung zwischen Mensch und Tier herauszubekommen. Natürlich sollte der Kommunikator dennoch generell alle Grundlagen beherrschen.

Da sich die Tierkommunikation gut mit artverwandten Gebieten wie Tierheilkunde, Tierphysiotherapie, Energieheilung und Coaching verbinden lässt, lassen viele Tierkommunikatoren dabei noch weiteres Wissen einfließen. Wenn du unsicher bist, welcher Fachmann (bzw. Fachfrau) richtig für dich und dein Tier ist, dann frage vorher genau, welches der jeweilige Schwerpunkt ist und ob dies zu der Situation mit deinem Tier passen könnte.

Wichtig ist natürlich auch, dass es menschlich zwischen dir und dem Tierkommunikator passt, da jede Übersetzung immer auch ein wenig durch die Persönlichkeit des Übersetzers „gefärbt“ ist. Wenn du demjenigen nicht vertrauen kannst, wird es auch dein Tier nur schwer tun.

Mehr über mich und die Werte bei meiner Arbeit findest du z.B. hier.

 

 

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