43 – Feinfühligkeit mit Tieren – Kann es zu viel werden?

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Hast du Angst, dass deine Wahnrehmung zu sensibel wird?

„Wenn ich meine Wahrnehmung schärfe und intuitiv mit Tieren kommuniziere, kann es dann nicht passieren, dass ich auch mal zu viel mitbekomme und dass all diese Eindrücke mich überwältigen? Oder dass ich Dinge erfahre, mit denen ich nicht umgehen kann? Ich bin eh schon recht feinfühlig!“

Hast du dich das auch schon mal gefragt? In der heutigen Episode erfährst du, wie du deine Wahrnehmung für dich nutzt und sie bewusst steuern kannst.

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Wenn du weitere Tierhalter kennst, für die diese Inhalte interessant sind, würde ich mich sehr freuen, wenn du diese Seite mit ihnen teilst!

„Du bist ein Sensibelchen. Stell dich mal nicht so an!“ – Hat man dir so etwas oder etwas Ähnliches schon mal gesagt?

Oder hast du vermittelt bekommen, dass es besser ist, seine Wahrnehmung abzuschneiden, weil man ja zu viel mitbekommen könnte? Zum Beispiel, als du gespürt hast, dass in deiner Familie Streit in der Luft lag, obwohl alle den Eindruck machen wollten, dass Harmonie herrscht und alles in Ordnung ist?

War es womöglich früher einmal überlebensnotwendig für dich „hart“ zu sein und dir nichts anmerken zu lassen, wenn du anders gedacht oder gefühlt hast als dein Umfeld? Weil sensibel sein dort mit Schwäche, Angreifbarkeit und verlieren verknüpft wurde?

Vielleicht bist du aber auch jemand, der empathisch ist und einfach schnell mitleidet, wenn er etwas von seinem Umfeld mitbekommt – vor allem, wenn es um Tiere geht?

Viele Menschen, die zu mir kommen und Tierkommunikation lernen, haben genau dieses Thema: Sie haben Angst, dass wenn sie sich noch weiter als bisher für ihre Wahrnehmung öffnen, sie das nicht kontrollieren können, dass sie dann sich selbst verlieren oder eben rund um die Uhr von Tieren kontaktiert werden, die Hilfe brauchen.

Und ja, bei einigen ist das nicht nur eine Angst, sondern es passiert ihnen bereits. Das liegt aber weniger daran, dass es immer so kommen muss, wenn man seine Wahrnehmung schult, sondern wenn man das Gefühl hat, seiner Wahrnehmung „ausgeliefert“ zu sein und sie nicht steuern zu können.

Was wäre, wenn deine Feinfühligkeit keine Schwäche, sondern eine Stärke wäre, die du für dich nutzen kannst?

Um eine dir neue Sichtweise auf das Thema anzubieten, die dir dabei hilft, deine eigentlichen Talente zu finden und weiter auszubauen, gehe ich heute auf einige Mythen zum Thema Feinfühligkeit ein und teile meine Erfahrungen dazu mit dir. Bitte spüre aber auch hier wieder für dich hinein, was sich davon für dich persönlich stimmig anfühlt:

1. Gibt es gute und schlechte Energien?

Viele Menschen haben Angst, dass wenn sie ihre Wahrnehmung für die Tiere öffnen, sich ihre Wahrnehmung nicht nur für die Tiere schärft, sondern sie auch alles andere wahrnehmen können, was sie gar nicht wissen wollen und was ihnen Angst bereiten könnte.

Oftmals schwingt bei dem Thema Wahrnehmung der Eindruck mit, es gäbe etwas, wovor man sich „schützen“ müsste – schlechte oder negative Energien.

Auch ich habe das mal so gelernt, zusammen mit ganz vielen Schutzwällen, Schutzamuletten, energetischen Schutzkreisen, Erzengeln, die man anrufen soll und der Polarität Licht und „Schatten“.

Bis ich mich dann irgendwann schon fast „verfolgt“ gefühlt habe, weil ja an jeder Ecke irgendeine „negative“ Energie lauern könnte, die mich aussaugen möchte.

Je mehr Schutzwälle du dir aufbaust, mit der Ansicht dahinter, dass da etwas ist, was stärker und mächtiger ist als du – etwas, das dir schaden kann – umso kleiner machst du dich selbst und umso mehr gibst du die Macht für dein eigenes Leben ab.

Was wäre, wenn alles einfach nur Energie ist und du aber wählen kannst, womit du arbeitest?

Sicherlich gibt es Menschen, Tiere und auch Energien, die sich erstmal nicht so toll anfühlen und mit denen du vielleicht nichts zu tun haben möchtest. Aber wenn du sie mächtiger machst als dich selbst oder in Ablehnung dazu gehst, räumst du ihnen ja nur einen größeren Raum ein.

Alles, was du ablehnst, wird stärker, weil du dich dann genau darauf fokussierst.

Und wo hört „gut“ auf und wo fängt „schlecht“ an? All das sind nur Bewertungen und Definitionen, die sehr subjektiv sind. Tiere z.B. kennen diese Bewertungen nicht. Wenn ihnen jemand etwas tun möchte, wehren sie sich oder fliehen, aber sie gehen nicht in direkten Widerstand dazu.

Tiere sind sehr gut darin, Energien oder Zustände wieder „abzuschütteln“, die ihnen gerade nicht dienlich sind (z.B. wenn irgendwo Stress herrscht). Das kannst du ebenso machen, indem du diese Energien nicht bewertest, sondern sie einfach durch dich durch leitest und dich auf das konzentrierst, was du eigentlich möchtest.

Für Anfänger der Tierkommunikation kann es hilfreich sein, eine Anleitung zu bekommen, wie sie sich zentrieren und sich dann ganz speziell mit dem Tier verbinden, mit dem sie gerne Kontakt haben möchten. Ich gebe meinen Schülern dafür gerne eine Anleitung, wie sie das Tier in einen Raum in ihrem Inneren einladen, wo sie sich ganz speziell nur mit diesem Tier verbinden. Das schafft Klarheit und man ist weniger abgelenkt.

 

2. Kann der intuitive Kontakt zu Tieren „auslaugen“?

Wenn du anfängst, dich intuitiv mit Tieren zu verbinden, kann es sein, dass du das am Anfang erst einmal anstrengend findest und dich nicht so lange konzentrieren kannst. Das ist ganz normal, weil du ja erst einmal einen „Muskel“ trainieren musst. Ebenso als würdest du etwas ganz anderes neu anfangen zu lernen (z.B. wenn du Klavier spielen lernst und deine Finger trainierst)

Da gilt es natürlich, sich nicht gleich zu überfordern und einfach eine Pause einzulegen, wenn es nötig ist.

Oftmals wird aber angenommen, dass jetzt so eine Arbeit wie Tierkommunikation oder energetische Heilung für Tiere ungemein auslaugen müsste, weil einem selbst dabei „Energie abgesaugt“ wird. Auch ich dachte früher, dass das so ist!

Inzwischen ist es aber für mich genauso normal als würde ich am PC sitzen und eine andere Arbeit machen. Manchmal gibt es mir sogar noch zusätzlich Energie, wenn ich z.B. energetisch mit Tieren arbeite.

Was ist der Unterschied zu früher?

Ich gehe nicht mehr davon aus, dass ich die ganze Zeit geben muss und dass ich ein Problem für den Menschen und sein Tier lösen muss. Stattdessen bin ich einfach nur jemand, der eine Botschaft weitergibt, der offen und neugierig ist und Fragen stellt oder der mit energetischen Informationen arbeitet und diese an den Tierkörper weitergibt.

Ich bin nicht derjenige, der alles „richten“ muss, sondern ich nutze die Werkzeuge, mit denen ich arbeite und bekomme dadurch selbst auch Energie. Ich gebe etwas, aber empfange auch gleichzeitig etwas, denn die Tiere haben immer etwas zurück zu geben – und wenn es nur Dankbarkeit ist!

Wenn du daran gewöhnt bist, mit Tieren zu kommunizieren, ist das also so alltäglich wie alles andere, was du machst.

3. Was ist, wenn zu viele Informationen auf einmal kommen?

Es gibt viele Menschen, die sich als hochsensibel bezeichnen und die tatsächlich damit überfordert sind, welche Reize sie im Alltag so mitbekommen (Tatsächlich gibt es auch einige Tiere, denen es so geht! Mehr dazu nächstes Mal)

Ich konnte es auch eine Zeit lang nicht aushalten, in größeren Menschenmassen zu sein, weil sich das für mich bedrängend und übergriffig angefühlt hat, auch wenn mir niemand etwas getan hat. Aber es lagen einfach so viele Informationen in der Luft (allein durch die Ausstrahlung der Menschen), die mich überfordert haben.

Auch das konnte ich aber größtenteils verändern. Zum einen, indem ich nicht mehr in Widerstand gegangen bin und nicht mehr bewertet habe, was von diesen Informationen nun „gute“ und was „schlechte“ Energien sind. Wenn wir in der Natur sind, bewerten wir ja auch nicht, welcher Baum „positiv“ und welcher „negativ“ ist.

Zum anderen habe ich gelernt, meine Wahrnehmung bewusster zu lenken. Das kannst du dir so vorstellen als wenn du den Fokus einer Kamera auf ein bestimmtes Objekt richtest und schärfer stellst, während er andere Gegenstände nicht ausblendet, aber sie einfach verschwommener darstellt oder mehr in den Hintergrund treten lässt.

Was also wäre, wenn es vollkommen okay ist, viel wahrzunehmen, aber wenn du deine Wahrnehmung gezielt für, statt gegen dich nutzen und in jedem Moment wählen könntest, wie „laut“ du welche Information hören möchtest?

Eigentlich sind wir alle auf eine Art und Weise feinfühlig, nur viele bekommen es nicht bewusst mit. Sie nehmen Gedanken und Emotionen anderer Menschen wahr, aber denken es wären ihre eigenen, weil sie es ja so intensiv spüren. Ein Großteil dieser Wahrnehmung läuft dabei unbewusst ab und beeinflusst sie, ohne dass sie es merken!

Was also wäre, wenn du dir bewusster werden könntest, was du da alles wahrnimmst, OHNE dass du alles im Detail erfassen und dich damit identifizieren musst? Wenn es einfach an dir vorbei rauschen könnte, aber du in jedem Moment die Wahl hättest, wo du genauer hinsehen oder hinhören möchtest?

Es ist tatsächlich möglich, seine Wahrnehmungskanäle da ganz bewusst weiter zu öffnen oder in manchen Momenten ruhen zu lassen. Auch das kannst du mit der Zeit trainieren, wenn du z.B. die Tierkommunikation erlernst.

4. Wirst du ständig von Tieren „angequatscht“, wenn du sie verstehen kannst?

Ein weiterer Punkt, über den sich viele Menschen Gedanken machen, ist, ob man denn nicht ständig von Tieren „angequatscht“, bzw. um Hilfe gebeten wird, wenn man erst einmal offen dafür ist, dass man ohne Worte mit ihnen reden kann.

Dieser Punkt knüpft an den vorherigen an. Du kannst bewusst steuern, wo du hinhörst und wo nicht. Gleichzeitig ist aber auch die Frage: Wirst du auf der Straße ständig von Menschen angequatscht, die mit dir reden wollen, nur weil sie es können und du in der Lage bist, zuzuhören?

Wahrscheinlich eher nicht.

Sicherlich sind manche Tiere erfreut, wenn sie mit dir eine andere Form von Kontakt haben können als mit den meisten Menschen. Aber in der Regel quatschen sie dich nicht voll. Und selbst wenn – Es ist ein Unterschied, ob du sie und ihre Art einfach nur wahrnimmst oder mit der Einstellung „Ich muss ein Problem für dich lösen, auch wenn ich nicht den Auftrag dazu bekommen habe“ an die Sache herangehst.

Das ist so ein wenig als würde ich beim Einkaufen in meiner „Coach“ Rolle durch den Laden gehen und mich überall einmischen, wenn ich Menschen miteinander über ihre Probleme reden höre. „Sind Sie sicher, dass Sie sich wirklich mit Ihrem Partner streiten wollen? Reden Sie doch lieber mal über ihre wahren Gefühle mit ihm!“

Du kannst vielleicht, wenn du draußen unterwegs bist, hier und da mitbekommen, dass es irgendwo Probleme gibt, aber das kann ja wie in dem Beispiel genauso gut passieren, wenn du zufällig irgendwo etwas beobachtest oder mit deinen physischen Ohren hörst. Klar sollte man in Fällen von Tierquälerei etc. eingreifen, aber ansonsten wäre es übergriffig, sich einzumischen.

5. Musst du mitleiden, wenn es einem Tier nicht gut geht?

Wenn du mitbekommst, was bei den Tieren so los ist, was ist denn dann mit Tieren, denen es offensichtlich nicht gut geht? Tiere, die krank sind oder die gequält werden oder wurden?

Es ist möglich, Informationen einfach nur zu „lesen“ (wie eine Zeitung), ohne sich emotional darin zu verwickeln. Das hat nichts mit Hartherzigkeit oder Gleichgültigkeit zu tun, sondern tatsächlich hilfst du den Tieren damit.

Überleg mal: Wenn es dir nicht gut geht und du das jemandem erzählst, wünschst du dann, dass derjenige mitleidet und vielleicht sogar noch mehr ins Drama geht als du selbst? Oder wünschst du dir jemanden, der dir einfach nur ruhig zuhört, Ruhe ausstrahlt, neutral bleibt und dir hilft, dich zu beruhigen, damit ihr gemeinsam eine Lösung finden könnt?

Was wäre, wenn du dich nicht identifizieren müsstest mit dem, was du wahrnimmst, sondern erkennen könntest, dass das gerade nur Informationen sind, mit denen du selbst aber nichts machen musst im Sinne von Schmerzen oder Emotionen, die du in deinen Körper einschließen musst, um „mitzuleiden“?

Denn teilweise ist es so, dass gerade die intensiven Emotionen, die man da so mitbekommt, nicht dieselben Emotionen sind, die auch die Tiere spüren. Tiere können Schmerz empfinden und auch mal traurig sein, aber sie haben nicht dieselbe Bewertung auf diesen Emotionen wie wir Menschen.

Ich habe es schon sooo oft erlebt, dass Tiere den Menschen in der Kommunikation Bilder oder Emotionen gezeigt haben und die Menschen dann daraus ungewollt eine „Geschichte“ gemacht haben. Und ja, auch mir ist das passiert.

Das kann passieren, wenn du z.B. eine Information von dem Tier erhältst und deine eigene Bewertung darüber legst, woraus wieder Schlussfolgerungen entstehen. Wenn z.B. ein Tier dir mitteilt, dass es einmal irgendwo eingesperrt wurde und für dich selbst das etwas ganz Schlimmes ist, was du niemals erleben möchtest (oder was du selbst einmal erlebt hast und nicht noch einmal erleben möchtest), kann es passieren, dass diese Information weitere Bilder und Emotionen in dir auslösen, die aber dann nicht mehr von dem Tier kommen, sondern auf deinem eigenen Erfahrungsschatz beruhen. Dass du dann denkst: „Oh Gott, weil dieses Tier einmal eingesperrt wurde, heißt das jetzt, dass es nie wieder alleine in einem geschlossenen Raum sein kann und dass es Menschen nicht mehr vertraut“

Aber vielleicht ist es für das Tier selbst gar nicht so dramatisch gewesen?

Ähnlich kann es sein, wenn es um die Wahrnehmung von Schmerzen geht. Viele Tiere können zwar körperliche Schmerzen spüren, aber leiden deswegen nicht auf der mentalen oder emotionalen Ebene („Oh, es ist so schlimm, dass ich Schmerzen habe“).

Natürlich ist es eine Übungssache, wahrzunehmen, ob du gerade die Information über ein Tier genauso bekommst, wie es sie auch übermittelt oder ob du eigene Projektionen auf die Situation hast.

Aber feinfühlig sein, muss einfach nicht bedeuten, dass du mitleidest. Selbst dann, wenn es dem Tier wirklich mies geht. Für mich bedeutet es viel mehr, sich bewusst zu werden, was da ist und selbst nicht in die Bewertung zu gehen, sondern zu fragen: Okay, und können wir da jetzt etwas dran ändern? Wenn ja, was?

Dann bist du konstruktiv und hilfst dem Tier. Und zwar viel mehr, als wenn du versuchst, ihm etwas „abzunehmen“, indem es dir selbst auch schlecht geht.

Du kannst deine Feinfühligkeit mit Tieren leben und sogar noch ausbauen, ohne dass du Angst haben oder überwältigt sein musst. Was wäre, wenn du wirklich alles, was in dir steckt, nutzen würdest?

Der erste Schritt dafür kann sein, dass du deine Stärken erkennen und kennenlernen möchtest und sie nicht mehr als Schwächen betrachtest. Der nächste Schritt danach kann sein, dass du in die Eigenverantwortung zu dir selbst gehst und die Wahl triffst, einfach gut mit dir selbst umzugehen, in dem Sinne dass nichts und niemand die Macht hat, dich zu überwältigen. Schließlich geht es wie gesagt auch darum, Energien einfach nur wahrzunehmen, ohne sie bewerten zu müssen. Der Rest ist Trainingssache, vor allem was deine individuellen Wahrnehmungskanäle angeht.

Falls du das gerne in der Tiefe trainieren möchtest: Ab dem 20.11. beginnt wieder mein Online Gruppencoaching für Angänger – Finde DEINE Tierkommunikation

Seelenfreunde143 – Feinfühligkeit mit Tieren – Kann es zu viel werden?

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