[vc_row][vc_column width=“1/1″][heading]So wirst du dein schlechtes Gewissen los[/heading][vc_column_text]Hattest du auch schon einmal ein schlechtes Gewissen, weil du dachtest, du hast bei deinem Tier etwas falsch gemacht, eine falsche Entscheidung getroffen oder eine wichtige Sache übersehen?

Ich habe immer wieder Aufträge von Klienten, die sich selbst starke Vorwürfe machen und die gerne von ihrem Tier wissen möchten, ob es sie nun verurteilt. Z.B., weil sie zu wenig Zeit haben oder weil sie nicht erkannt haben, dass das Tier eine Krankheit hat und Hilfe braucht.

Es ist ganz natürlich, dass wir uns Sorgen um unsere Tiere machen. Ich habe allerdings oft beobachtet, wie schlechtes Gewissen lähmen kann, wenn du als Tierhalter zu lange in diesem Gefühl festhängst. Du schiebst dir selbst die Schuld zu, machst dich runter und hilfst deinem Tier absolut nicht dabei, dass es ihm besser geht. Denn du bist dann vielmehr mit dir und deinen Fehlern beschäftigt, als dass du erkennen kannst, was dein Tier JETZT GERADE braucht.

In dieser Episode geht es um Situationen, in denen du dir selbst Vorwürfe machst. Da ich aber weiß, dass es mindestens genauso viele Tierhalter gibt, die sich Sorgen machen, dass ihrem Tier etwas zustoßen könnte oder dass es ihm gerade nicht gut geht, werde ich das Thema Umgang mit Sorgen in der nächsten Episode ansprechen. Vielleicht trifft auf dich ja sogar beides zu. Dann bleib unbedingt dran![/vc_column_text][vc_column_text]Abonniere den Kanal bei itunes, um nichts mehr zu verpassen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][divider][vc_column_text]

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Typische Situationen für schlechtes Gewissen

Es ist nicht immer leicht, herauszufinden, ob das schlechte Gewissen in Bezug auf dein Tier gerechtfertigt ist, weil es durch deine Schuld wirklich einen Schaden erleidet oder ob es sich bei diesem schlechten Gewissen vielmehr um eine Projektion auf dein Tier handelt.

Eine Projektion wäre z.B., dass du davon ausgehst, dass dein Tier genau dieselben Bedürfnisse wie du hat. Etwa, dass es genauso viel Schmuseeinheiten wie du braucht und dass es sich einsam fühlt, wenn es diese nicht bekommt. Das ist jedoch nicht immer der Fall, denn bei Tieren gibt es ebenso wie bei Menschen ganz unterschiedliche Typen. Tiere sind in manchen Punkten viel genügsamer, als wir Menschen denken, in anderen wiederum sensibler. Mein Bedürfnistypen-Quiz kann dir erste Anhaltspunkte geben, was dein Tier am meisten braucht. Ansonsten bietet sich eine Sitzung mit Tierkommunikation an, in der das Tier direkt gefragt werden kann.

Wenn du dich mit deinem schlechten Gewissen auseinandersetzt, geht es also darum, herauszufinden, welchen Anteil du selbst tatsächlich an der Situation trägst und ob dein Tier überhaupt darunter leidet. Und danach geht es darum, in die Handlung zu kommen und etwas an der Situation zu verbessern, falls es deinem Tier wirklich schlecht geht.

 

Hast du zu wenig Zeit für dein Tier?

Musst du viel arbeiten und siehst du dein Tier in der Zeit nicht, weil du es nicht mit ins Büro nehmen kannst? Ich denke, es geht vielen Menschen so, dass sie vielbeschäftigt sind und sogar für ihre engen Freunde und Verwandten nicht immer die Zeit haben, die sie gerne hätten. Oftmals sind wir so fokussiert auf die Aufgaben und Anforderungen des Alltags, dass einige Dinge zu kurz kommen, die uns eigentlich wichtig sind.

Ähnlich geht es Menschen, die oft in den Urlaub fahren oder die immer mal wieder übers Wochenende ohne ihr Tier weg sind. Es ist ja leider nicht immer möglich, das Tier überall mit hin zu nehmen. Und nicht jedes Tier liebt es, wenn es mit muss.

Die Frage ist dann natürlich, wieviel Aufmerksamkeit, Zuwendung und Zeit dein Tier wirklich braucht. Kannst du eine negative Veränderung bei ihm feststellen? Ist es offensichtlich gelangweilt und unterfordert oder klammert es regelrecht an dir und bekommt Angst, wenn du es alleine lässt?

Auch Tiere brauchen soziale Kontakte. In den meisten Fällen lässt sich das Problem ganz leicht lösen, wenn du einen Spielkameraden oder eine weitere Bezugsperson für dein Tier findest. Auch wenn du eine Einzelgängerkatze hast, die keine anderen Katzen mag, kann es dennoch sein, dass sie zu einem anderen Menschen Vertrauen aufbaut. Vielleicht hast du eine sympathische Nachbarin, die sich freut, wenn sie immer mal wieder Katzensitting machen kann. Oder du findest kreative Möglichkeiten, wie du deine Katze besser beschäftigen kannst.

Tiere wollen auch nicht nur in der Ecke liegen, bis wir uns mal mit ihnen beschäftigen. Solltest du also wirklich gar keine Zeit für dein Tier haben, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich dein Tier langweilt, einsam und unterfordert fühlt. Dennoch –Tiere brauchen viel Schlaf und sind über etwas Ruhe unter Umständen ganz froh. Ich kenne viele Menschen, die die Zeit, die sie dann mit ihrem Tier teilen, einfach umso intensiver gestalten.

Achte darauf, was deinem Tier wirklich Freude bereitet. Wenn dein Hund gerne spielt, dann power dich ruhig gemeinsam mit ihm ein wenig aus. Das ist auch ein guter Ausgleich, wenn du sonst viel im Büro sitzt. Sei voll für dein Tier da und zeig ihm deine Liebe, wenn du für es Zeit hast. Das ist für die meisten Tiere viel mehr wert, als wenn du ständig mit ihnen Zeit verbringst, aber diese Zeit nicht zu schätzen weißt.

 

Hast du etwas übersehen?

Andere Menschen wiederum plagt ein schlechtes Gewissen, wenn das Tier krank wird und sich beim Arzt herausstellt, dass sie die Symptome dafür längst hätten erkennen können. Vielleicht hatte das Tier sogar die ganze Zeit Schmerzen.

Manche Tiere lassen es sich absolut nicht anmerken, wenn sie krank sind. Das geht sogar so weit, dass sie mir in der Tierkommunikation keine genaue Auskunft über ihren tatsächlichen körperlichen Zustand geben wollen, weil sie nicht möchten, dass sich ihr Mensch Sorgen macht. Gerade Katzen sind ja sehr gut darin, ihre Schmerzen zu verbergen. Die Frage ist also, ob du tatsächlich eine Chance hattest, die Krankheit deines tierischen Freundes zu erkennen.

In diesen Fällen lohnt es sich sehr, deine Achtsamkeit mehr zu trainieren. Sei mehr präsent im Hier und Jetzt und achte darauf, wie es dir selbst und anderen gerade geht. Stärke die Verbindung zu deinem Tier, indem du es jeden Tag bewusst wahrnimmst und beobachtest. Wie ist es heute drauf? Da wirst du relativ schnell merken, wenn etwas seltsam ist. Denn viele Tierhalter haben so eine Art 6. Sinn in Bezug auf ihre Lieblinge. Wenn tatsächlich mal etwas seltsam wirkt, dann lasse das lieber gegenchecken, von einem Arzt, einem Tierkommunikator usw.

Falls dein Tier sich aber entschieden hat, seine Krankheit weitestgehend vor dir zu verbergen, hast du eh keine Chance.

 

Hast du eine falsche Entscheidung getroffen?

Ein weiterer beliebter Punkt für ein schlechtes Gewissen sind (scheinbar) falsche Entscheidungen, die in der Vergangenheit getroffen wurden: Hast du das Gefühl, dein Tier zu früh eingeschläfert zu haben, obwohl es noch nicht gehen wollte? Bist du mit deinem Pferd in einen Stall umgezogen, der nicht passt? Hast du ein weiteres Tier dazu geholt und es stellte sich heraus, dass die Tiere nicht miteinander harmonieren?

Manche Entscheidungen lassen sich rückgängig machen oder verändern, z.B. wenn du einfach nochmal mit deinem Pferd den Stall wechselst. Andere wiederum sind nicht mehr zu ändern.

Wenn du ein Tier zu früh hast gehen lassen, kannst du es beim nächsten Tier anders machen, bzw. genauer nachprüfen, ob es wirklich keine andere Möglichkeit gibt. Es bringt nicht viel, die Entscheidung ewig zu bereuen, sondern es geht vielmehr darum, eventuelle Fehler anzuerkennen und dann nach vorne zu schauen. Was kannst du daraus lernen?

Meist lernen Menschen in genau diesen Situationen, das nächste Mal besser auf ihre Intuition zu hören. Meiner Erfahrung nach entsteht schlechtes Gewissen in Bezug auf falsche Entscheidungen nämlich vor allem dann, wenn du eigentlich wusstest, was richtig gewesen wäre, aber wenn du nicht auf deine innere Stimme gehört hast. Trainiere also deine Intuition mehr und lerne, ihr zu vertrauen.

 

Wenn schlechtes Gewissen zu lähmender Schuld wird

Schlechtes Gewissen kann dir dabei helfen, wachsam zu werden und die Situation mit deinem Tier kritisch zu hinterfragen, statt nur naiv zu denken „Wird schon alles in Ordnung sein!“

Ich beobachte allerdings oft, dass sich Tierhalter nicht wirklich konstruktiv mit diesem Gefühl auseinandersetzen, sondern dass sie in lähmende Schuldzuweisungen an sich selbst verfallen und sich niedermachen. Es ploppen alte Glaubenssätze aus der Kindheit auf, wie „was hast du jetzt schon wieder falsch gemacht? Nie gelingt dir etwas!“.

Gerne tauchen dann auch noch Schamgefühle auf. Vielleicht fühlst du dich in der Situation wie eine „Rabenmutter“ für dein Tier.

Es kann sich durchaus lohnen, sich mal mit diesen alten Erinnerungen und Glaubenssätzen auseinanderzusetzen und sie zu hinterfragen. Vor allem dann, wenn du jemand bist, der auch in anderen Bereichen seines Lebens oft ein schlechtes Gewissen hat. In meiner Arbeit beobachte ich immer wieder, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier verändern kann, nachdem wir diese tiefen Muster gemeinsam verändert haben.

 

Schuldgefühle können bewirken, dass du keinen objektiven Blick mehr auf die Situation hast, sondern alles aus dem Blickwinkel von „Ich habe etwas falsch gemacht“ betrachtest.

Manche Menschen glauben sogar, dass Tiere ihnen Krankheiten „abnehmen“ können und für sie sterben, z.B. wenn der Mensch Krebs hat und das Tier ebenso Krebs bekommt. Wenn das Tier dann stirbt, hat der Mensch natürlich Schuldgefühle: „Wie wäre es meinem Tier ergangen, wenn wir uns nie kennengelernt hätten? Hat es sich für mich aufgeopfert?“.

Ich bin da einer anderen Ansicht. Dein Tier kann nur ähnliche Krankheiten wie du bekommen, wenn es selbst auch diese Anlage in sich trägt. Meist finden genau der Mensch und das Tier zusammen, die sich ähnlich sind.

Ich habe übrigens schon einige Fälle erlebt, in denen der Mensch bei seinem Tier etwas falsch gemacht hat. Aber ich habe es noch nie erlebt, dass ein Tier seinen Menschen verurteilt. Urteile kann man nämlich nur fällen, wenn man ethische Maßstäbe anlegt. Solche Maßstäbe haben Tiere aber nicht!

Wenn du ein schlechtes Gewissen in Bezug auf dein Tier hast, ist das also ein Problem, das du mit dir selbst austrägst. Hier kann es helfen, wenn du dich einmal wirklich mit deinen Werten in Sachen Tierhaltung auseinandersetzt. Was bedeuten Begriffe wie Freiheit, Respekt und Verantwortung für dich und wie möchtest du sie mit deinem Tier leben? Wenn du mit dir selbst im Reinen bist, kannst du aus Fehlern in der Tierhaltung schneller lernen, weil du dich nicht dafür schämst und es konstruktiv angehst.

 

Falls du dennoch das Gefühl hast, Schuld zu sein, dann frage dich, was es braucht, damit du dir selbst vergeben kannst. Wie kannst du daraus lernen und es das nächste Mal besser machen?

So gehst du mit schlechtem Gewissen in Bezug auf dein Tier um

Hier noch einmal meine Tipps in komprimierter Form:

  1. Realitätscheck: Gibt es einen gerechtfertigten Grund für dein schlechtes Gewissen? (weil dein Tier wirklich leidet und weil du etwas falsch gemacht hast)
  2. Hast du wirklich schon alles versucht, um an der Situation etwas zu verbessern? Informiere dich über weitere Möglichkeiten und denke kreativ (z.B. flexible Betreuung deines Tiers, neue Beschäftigungsmöglichkeiten, deinen Hund mit ins Büro nehmen, Wohnung tiergerechter gestalten, einen Tierkommunikator um Hilfe bitten, …)
  3. Vergib dir selbst eventuelle Fehler, mach es das nächste Mal besser und genieße die Zeit mit deinem Tier nach Möglichkeit so oft und intensiv wie möglich

[/vc_column_text][divider][vc_column_text]Du kannst diesen Podcast abonnieren, um keine Folge mehr zu verpassen. In der nächsten Folge geht es darum, wie du Problemen mit deinem Tier auch etwas Gutes abgewinnen kannst und in der Folge darauf, welche Aufgabe dein Tier an deiner Seite hat.

Wenn du weitere Tierhalter kennst, für die diese Inhalte interessant sind, würde ich mich sehr freuen, wenn du diese Seite mit ihnen teilst![/vc_column_text][divider][divider][/vc_column][/vc_row]