[vc_row][vc_column width=“1/1″][heading]So findest du die Aufgabe und Berufung deines Tiers heraus[/heading][vc_column_text]Vielleicht denkst du dir jetzt, dass dieses Thema doch etwas seltsam ist: Ein Tier, das eine Aufgabe oder gar Berufung hat?!

Gerade ist es ja total in, dass jeder Mensch seine Berufung finden und leben möchte – sich selbst verwirklichen. Müssen jetzt auch noch die Tiere damit anfangen?

Keine Sorge, ich rede hier nicht von einem neuen Trend, den du für dein Tier verpasst hast. Es geht auch nicht darum, dass dein Tier Karriere machen oder einen Selbstverwirklichungstrip starten soll.

Sondern wir werden uns heute mal ansehen, wie du die Beziehung zu deiner Katze, deinem Hund oder deinem Pferd noch vertiefst, indem du seine Rolle an deiner Seite besser verstehst und dich auf sie einstellst.

Was bedeutet eigentlich Berufung? Warum brauchen auch Tiere eine Aufgabe? Was verändert sich, wenn dein Tier seine Berufung lebt und wie findest du sie heraus?[/vc_column_text][vc_column_text]Abonniere den Kanal bei itunes, um nichts mehr zu verpassen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][divider][vc_column_text]

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Was bedeutet eigentlich Berufung?

Ich weiß nicht, ob du deine Arbeit liebst oder eher aus Pflichtbewusstsein hingehst. Viele Menschen unterscheiden ja bewusst zwischen ihrem eher weniger spaßigen Arbeitsleben und ihrer Freizeit, in der sie dann all das tun, was sie wirklich erfüllt.

Unter Berufung (in Abgrenzung zum Begriff „Arbeit“) verstehe ich eine Lebensaufgabe, einen inneren Ruf. Dies muss nicht zwingend mit Broterwerb zu tun haben, sondern kann auch bedeuten, dass du etwas, das du tief in deinem Inneren verspürst, in die Welt trägst.

Du suchst dir die Berufung nicht aus, sondern sie wählt dich, bzw. du trägst sie schon immer in dir. Sie entspricht deinem Wesen und es ist ganz natürlich für dich, dies auch zu leben. Hier liegt nur bei vielen Menschen gleichzeitig ein Problem: Sie finden ihre Berufung scheinbar nicht, weil sie so nahe liegt und ihnen ihre Talente nicht als Besonderheit auffallen.

Wenn du z.B. ein feinfühliger Mensch bist und es deine Berufung ist, anderen zu helfen, sich emotional zu öffnen, dann geschieht das fast immer automatisch, wenn du im intensiveren Kontakt mit einem Menschen bist. Ganz gleich, ob du aus dieser Berufung ganz direkt auch eine Arbeit gemacht und dich weitergebildet hast (z.B. als Coach) oder ob du diese Qualität nur indirekt einfließen lässt (z.B. als Friseurin, der die Menschen gern ihr Herz ausschütten)

Ein und dieselbe Berufung lässt sich also auf viele Arten ausleben und muss nicht immer an direkten Gelderwerb geknüpft sein.

Doch warum greife ich das hier auf? Ich bin der Meinung, dass auch jedes Tier eine Berufung hat, vor allem unsere Haustiere. Und damit meine ich jetzt wieder nicht den Broterwerb, auch wenn es natürlich Tiere gibt, die eine richtige Ausbildung und einen Job haben, wie z.B. Polizei- oder Blindenhunde.

Ich muss dir nicht erst erklären, dass jedes Tier einzigartig ist und einen ganz besonderen Charakter mitbringt. Wenn du schon mehrere Tiere hattest, weißt du, dass keins von ihnen austauschbar ist.

Wenn ein Tier dich verlässt, dann bleibt trotzdem immer so ein ganz bestimmtes Gefühl zurück. Etwas, woran du dich am meisten erinnerst, wenn du an dieses Wesen denkst. Ich habe z.B. heute erst in einer Facebook Gruppe einen Post von einer Frau gelesen, deren Kater vor einem Monat gestorben ist und die schrieb, dass dieser Kater eine riesige Bereicherung für jeden war, der die beiden besucht hat. Er hat jedem Besucher so viel Liebe und Ruhe geschenkt, dass sie sich fast so fühlten, als ob sie gerade eine Heilsitzung bekommen. Jetzt nach seinem Tod fehlt der Kater nicht nur seinem Frauchen, sondern auch all den Menschen, die ihn kennenlernen durften.

Auch Tiere suchen sich ihre Berufung nicht aus, sondern leben sie ganz natürlich und oftmals von alleine.

Dadurch, dass dieser verstorbene Kater aus sich heraus so sanft und liebevoll war, hatte er eine beruhigende Wirkung auf die Menschen. Eine unausgeglichene oder ängstliche Katze hätte niemals denselben Effekt gehabt und sich auch nicht gedacht: „So, ich werde jetzt mal eine Heilerkatze. Morgen beginne ich meine Ausbildung, um mein Zertifikat zu erwerben!“

 

Manche Tiere können jedoch ihre Berufung nicht ungehindert ausleben, weil wir Menschen ihre Rolle an unserer Seite nicht erkennen und unterstützen. Genau dann kann es zu Problemen im Zusammenleben kommen.

Das ist z.B. der Fall, wenn du ein Verhalten deines Tiers und die Bedeutung dahinter nicht verstehst.

Ein Beispiel: Du hast ein Pferd gekauft, das angeblich ganz zahm ist und das auch beim Probereiten spitze war. Doch sobald es bei dir ist und du es reiten möchtest, bockt es nur noch und ihr werdet scheinbar gar kein gutes Team beim Reiten. Dein Frust wächst, weil du nicht verstehst, warum dein Pferd solche Probleme macht.

Du könntest jetzt sagen: „Das ist ein Problempferd“ und dich darüber aufregen. Dieses Pferd ist ja zu nichts zu gebrauchen. Doch vielleicht forschst du weiter und merkst, dass dein Pferd einfach gar nicht mit der bisherigen Reitweise einverstanden ist und sich erst bei dir als neue Besitzerin getraut hat, das auch deutlich zu zeigen.

Du erkundigst dich nach schonenderen Reitweisen oder fängst mit Bodenarbeit an. Das macht auch dir auf Dauer viel Spaß und du merkst, wie sensibel dein neues Pferd auf dich reagiert.

Wenn du hinter sein Verhalten schaust, verstehst du, dass die Berufung deines Pferdes ist, dich immer wieder wachzurütteln und dir ein klares Feedback zu geben: Stimmen die alten Wege für dich noch oder ist es an der Zeit, neue zu finden?

In diesem Fall geht es also so gar nicht darum, sich über das Pferd aufzuregen und es als Problemtier abzustempeln, sondern sich auf das Tier, seine Botschaft und seine Aufgabe einzulassen und gemeinsam einen neuen Weg zu finden.

 

Warum auch Tiere eine Aufgabe brauchen

Meiner Erfahrung nach wünscht sich jedes Tier mehr oder weniger stark eine gewisse Aufgabe, bzw. möchte seine Berufung erfüllen können.

Natürlich kannst du dir das nicht so vorstellen wie bei uns Menschen. Tiere besuchen keine Selbstfindungsseminare oder Berufungskurse. Vielmehr geht es hierbei um die Interaktion mit anderen Menschen oder Tieren, die diese Aufgabe anerkennen und gerne annehmen – z.B. eine Familie, die sich darüber freut, dass der Hund so gut das Haus bewacht.

Jedes soziale Wesen möchte sich gerne einbringen und das Gefühl von Wichtigkeit in seiner Gruppe haben. Dadurch bekommt es auch einen gewisse Position, eine Bedeutung und einen Einfluss auf sein Umfeld. Dies muss nicht direkt etwas mit dem jeweiligen Rang in der Herde oder im Rudel zu tun haben. Letzten Endes ist JEDES Tier wichtig für die Gruppe. Ebenso wie wir Menschen füreinander oder die Tiere für uns.

Da sind wir auch schon beim nächsten Punkt: Haustiere haben eine größere Identifikation mit einer gewissen Rolle oder Aufgabe, als Wildtiere – vor allem in Bezug auf uns Menschen.

Haustiere sind überhaupt erst von Wildtieren zu Haustieren geworden, also domestiziert worden, weil wir ihnen Aufgaben zugewiesen haben bzw. sie sich für uns ihren jeweiligen Fähigkeiten entsprechend als nützlich erwiesen haben (Hof bewachen, Mäuse fangen, Lasten befördern usw.)

Davon haben beide Seiten profitiert, weil die Tiere für ihren „Job“ eine Bezahlung in Form von Futter und einem Dach über dem Kopf bekommen haben. Mit der Zeit wurde daraus aber viel mehr als einfach nur eine Abmachung oder Zweckgemeinschaft, sondern Freundschaft auf beiden Seiten.

Heute brauchen wir den Einsatz der Tiere gar nicht mehr, weil Alarmanlagen, Autos und andere Maschinen die Arbeit übernehmen.  Auch wenn es leider immer noch Menschen gibt, die Tiere eher wie Arbeits- oder Sportgeräte ansehen: Generell sind Tiere jetzt der Freundschaft Willen an unserer Seite und schenken uns eher emotionalen Halt.

Sie sind immer an unserer Seite, bzw. bekommen viel von uns mit. Manchmal auch die Seiten, die wir sonst keinem anderen Menschen zeigen würden, z.B. wenn wir sehr traurig sind und weinen.

Klar, du könntest jetzt sagen, dass Tiere vielleicht nur freiwillig bei uns bleiben, weil wir sie füttern. Aber ich denke, dass auch du schon Momente mit deinem Tier hattest, in denen du klar gespürt hast, wie viel Liebe es für dich empfindet. Tiere freuen sich in der Regel, wenn sie uns etwas zurückgeben können und wenn wir uns über ein Wiedersehen mit ihnen freuen, nachdem wir sie eine Weile nicht gesehen haben.

Wenn ich über die Berufung oder die Aufgabe deines Tiers spreche, meine ich also zum einen den emotionalen Wert, den dein Tier in eure Beziehung einbringt und zum anderen seine ganz einzigartigen Talente und Qualitäten. Und ich gehe davon aus, dass dein Tier dies gerne tut und sogar braucht, um selbst glücklich zu sein.

 

Was sich verändert, wenn dein Tier seine Aufgabe an deiner Seite lebt

Zunächst einmal stellt sich die Frage: Hat dein Tier nur eine Berufung, wenn du diese erkennst und förderst?

Nein. Es ist nicht zwingend nötig, dass du sie im Detail kennst. Immerhin machen sich die wenigsten Tierhalter um dieses Thema Gedanken. Die meisten Tiere sind einfach da und tun das, was sie tun – ohne dass man ihnen gut zusprechen oder etwas Bestimmtes machen muss.

Doch wenn du sie kennst, kann euch das noch viel enger als Team zusammenwachsen lassen. Findest du es nicht auch schöner, wenn deine Freunde deine Talente wertschätzen und dir zu verstehen geben, dass sie genau das an dir so sehr lieben?

Um nochmal auf das Beispiel mit dem Pferd zurückzukommen: Es kann tatsächlich auch Probleme geben, wenn du die Aufgabe deines Tiers nicht kennst und seine Rolle missverstehst, dich vielleicht sogar über dein Tier ärgerst.

Gerade Tiere, die etwas mehr Zuspruch brauchen oder Tiere, die neu dazugekommen sind, wünschen sich oft eine Bestätigung, dass sie wirklich willkommen sind. Sie suchen vielleicht noch ihren festen Platz im Rudel, in der Familie oder an deiner Seite.

Besonders häufig beobachte ich das in meiner Arbeit als Tierhaltercoach bei Menschen, die ein Tier aus dem Tierheim zu sich geholt haben. Bei diesen Tieren kann es sein, dass sie erst Vertrauen fassen müssen und dass sie längere Zeit brauchen, um sich einzugewöhnen. Je nach Vorgeschichte haben sie Angst, vielleicht doch bald wieder abgegeben zu werden. Es kann dann passieren, dass sie sich mit den Tieren, die dort schon leben, nicht gut verstehen oder dass sie besonders scheu sind und niemanden an sich heranlassen

Wenn ich mit diesen Tieren und ihren Menschen arbeite, brauchen die Tiere meist ein wenig Hilfe dabei, ihre Rolle im neuen Zuhause wirklich zu erkennen und einzunehmen. Wenn wir sie dann zusammen gefunden haben, blühen sie nach einiger Zeit regelrecht auf und werden ausgeglichener. Sie fühlen sich wichtig und wie ein Teil der Familie. Sie schaffen es, ihre Vergangenheit immer weiter zu vergessen und sich neu „einzulassen“.

Wenn wir Menschen in eine neue Umgebung kommen, freuen wir uns ja auch, wenn wir dort gleich eingegliedert werden und uns mit unseren Talenten nützlich machen können, anstatt nur daneben zu stehen und uns überflüssig zu fühlen.

 

Wenn du deinem Tier also dabei hilfst, seine Aufgabe zu finden bzw. wenn du seine Berufung klarer erkennst und es darin bestärkst, wird eure Beziehung zueinander noch enger. Ihr fühlt euch wichtig und einander zugehörig.

Du siehst außerdem noch mehr die positiven Eigenschaften in deinem Tier und erkennst das Wachstum, das es für dich selbst mitbringt. Zum Beispiel, wenn dein Tier eben nicht immer auf dich hört und du lernen musst, eine klarere Ausstrahlung zu bekommen und Grenzen zu setzen.

 

So findest du die Aufgabe deines Tiers

Okay, aber wie findest du nun die Aufgabe deines Tiers heraus? Am besten geht dies, indem du seinen einzigartigen Charakter und seine Talente erkennst und dir genauer anschaust, was dein Tier an deiner Seite, bzw. bei euch zu Hause, bewirkt.

Hier mal ein paar weitere Beispiele für Aufgaben, neben den bereits genannten: Vielleicht ist dein Tier besonders gut darin, dich liebevoll zu trösten, wenn es dir schlecht geht.

Oder es spielt oft den Clown, ist ein wenig tollpatschig und bringt dich dadurch zum Lachen.

Möglicherweise lehrt dich dein Tier aber auch Dinge wie bedingungslose Liebe, Vertrauen oder Geduld. Entweder, weil es dir diese Dinge unmittelbar vorlebt oder weil es immer mal wieder Situationen gibt, in denen du keine andere Wahl hast, als Vertrauen zu fassen (z.B. wenn deine Freigängerkatze längere Zeit unterwegs ist oder weil dein Tier eine chronische Krankheit hat, die dir Sorgen bereitet).

Meist bringen Tiere uns mehr als nur eine Sache bei, es kann also durchaus auch eine Mischung aus verschiedenen Dingen sein.

Ich habe vor einiger Zeit ein kleines Quiz entworfen, das dir dabei helfen kann, eine grobe Orientierung über die Aufgabe deines Tiers an deiner Seite zu bekommen.

 

Wenn du es genauer wissen möchtest, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  1. Was bereitet deinem Tier besondere Freude?
  2. Was tut es natürlicherweise oft von alleine? (z.B. Besucher freundlich begrüßen und Liebe ausstrahlen)
  3. Was bewirkt es damit in seinem Umfeld/bei dir? (z.B. innere Ruhe, Fröhlichkeit oder zunächst einmal Ärger, dann aber, dass du lernst, klarere Grenzen zu setzen)
  4. Woran wirst du dich immer erinnern, wenn du an dein Tier denkst? (z.B. dass es dir durch Knurren etc. immer sofort gezeigt hat, wenn ein anderer Mensch nicht gut für dich ist)

 

Solltest du Hilfe dabei benötigen, die Berufung deines Tiers zu erkennen und seine Rolle an deiner Seite zu verstehen, damit ihr als Team zusammenwachsen könnt, kannst du dich gerne bei mir melden.[/vc_column_text][divider][vc_column_text]Du kannst diesen Podcast abonnieren, um keine Folge mehr zu verpassen. In der nächsten Folge geht es darum, wie du Problemen mit deinem Tier auch etwas Gutes abgewinnen kannst und in der Folge darauf, welche Aufgabe dein Tier an deiner Seite hat.

Wenn du weitere Tierhalter kennst, für die diese Inhalte interessant sind, würde ich mich sehr freuen, wenn du diese Seite mit ihnen teilst![/vc_column_text][divider][divider][/vc_column][/vc_row]